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20.5.2012 : 3:15 : +0200
1800
Der jüdische Lehrer Levi Bamberger bereitet jeweils 20 - 40 junge Menschen auf einen kaufmännischen Beruf vor. Lehrfächer: Kaufmännisches Rechnen, Geographie, Geschichte, Französisch.

1836
1.4
In Gütersloh wird eine Spinnschule eingerichtet, die zunächst von mehr als 30 Kindern besucht wird. Kinder waren für das Spinnen besonders gut geeignet, da sie ein feines Gefühl in den Fingerspitzen haben. Die Schule stellt 1850 die Tätigkeit ein.

1850
Die 1848 in Gadderbaum bei Bielefeld gegründete Webschule zieht nach Gütersloh um. Sie wird 1853 geschlossen.

1855
Die "Vereinigung zur Förderung der Bildung der männlichen schulentlassenen Jugend" wird gegründet. Diese bietet abends von 21 - 22 Uhr und sonntags von 7 - 10 Uhr Unterricht an.
Lehrfächer: Schreiben, Rechnen, Religion, Singen, Zeichnen.
Lehrer Schrimpf und die Buchhändler Karl und Wilhelm Bertelsmann.

1858
Der Kaufmann Heinrich Barth stiftet 1000 Taler für eine Näh- und Strickschule.

1874
1.7
In einem Erlass weist der Kultusminister auf die Bedeutung der gewerblichen Fortbildungschulen hin. Bei einder Gründung werden Zuschüsse des Staates zur Verfügung gestellt.
13.12.
Der Schulvorstand beschliesst, noch keine Fortbildungsschule zu gründen.

1884
Der 1883 gegründete Gewerbeverein richtet eine Zeichenschule ein, die der Weiterbildung der gewerblichen Lehrlinge dient, die oft nur mit Mühe ihren Namen schreiben können. Der Zuspruch ist gering, nur 8 Gesellen und 25 Lehrlinge besuchen den Unterricht. Die Stadt unterstützt die Schule mit 300 Mark im Jahr.
Lehrfächer: Zeichnen, Raumlehre, Freihand- und Linealzeichnen, Arithmetik, Darstellende Geometrie.
Lehrer: Bildhauer Zeitler, danach Lehrer Heinrich Stüssel

1888
Für die Wintermonate wird eine ländliche Fortbildungsschule gegründet.

1889
Die Gesamtinnung richtet für 34 Lehrlinge eine Innungsschule ein, der Betrieb wird am 1.10.1894 eingestellt, da die Schülerzahl zu klein wird.
Lehrfächer: Schreiben, Lesen, Deutsch, Rechnen
Lehrer: Dietrich Waltking von der Altstadtschule.
24.10.
Es findet eine Sitzung der "Wirtschaftlichen Konferenz für den Regierungsbezirk Minden" statt. In einem Bericht stellt Bürgermeister Mangelsdorf fest, dass die Errichtung einer gewerblichen Fortbildungsschule nur gegen den Willen der Meister möglich ist. Durch eine Änderung des Ortsstatuts muss zunächst der Schulzwang eingeführt werden.



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